Mehr als ein Pharmaunternehmen. Die Marke BA. steht für eine Vielzahl von Unternehmen: BA.Unternehmensgruppe, Pharmore & die selbständig geführte BergApotheke.

Karriere bei der BA.

Ambulante parenterale Antiinfektiva-Therapie (APAT)

Bei der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT) werden hochwirksame Antiinfektiva über einen venösen Zugang im ambulanten Umfeld verabreicht, um Patienten mit Infektionen eine Therapie außerhalb des stationären Settings zu ermöglichen. Diese moderne Form der Behandlung bietet ausgewählten Patienten im häuslichen Umfeld eine flexible und patientenorientierte Versorgungsoption.

Welche Vorteile bieten sich für Kliniken

  • Kostenreduktion durch die Verkürzungen der stationären Verweildauer
  • Effektive Nutzung von Krankenhauskapazitäten
  • Reduktion des Risikos einer nosokomialen Infektion
  • Gesteigerte Lebensqualität und Autonomie der Patienten

In Zusammenarbeit mit der APAT-Ambulanz der Uniklinik Münster, konnten wir messbare Ergebnisse hinsichtlich kürzerer Krankenhaustage und verringerter Komplikationsrisiken zeigen (Veröffentlichung work in progress). Im aktuellen Patienten-Interview der Uniklinik Münster wird die moderne Behandlung aus Sicht eines betroffenen, von der BA. versorgten Patienten sehr positiv beschrieben. (Artikel WN: Forschen und Heilen, 12.06.2025).

Die APAT ermöglicht es Patienten mit schweren Infektionen in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und dabei eine hochwertige Versorgung zu erhalten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit sind sie in der Lage, die Therapie selbständig zu Hause fortzuführen. Konkret bedeutet dies für Patienten: Erhalt des sozialen Umfelds, weniger psychische Belastung, hohe Regenerationszeit sowie berufliche und familiäre Integration.

Lückenlose Überleitung der Patienten von stationär zu ambulant

Die BA. übernimmt die gesamten organisatorischen Maßnahmen:

Rezeptmanagement

Die Erst-Rezeptierung erfolgt in der Regel via Entlassmanagement, während Folgeverordnungen im ambulanten Sektor ausgestellt werden, beispielsweise durch die Klinikambulanz.

Pflegerische Maßnahmen

Die Schulung im Umgang mit Infusionssystemen erfolgt durch eigene examinierte Pflegekräfte unter Berücksichtigung des aktuellen Hygienestandards für Patienten, Angehörige und bei Bedarf für Pflegedienste.

Produktion, Stabilitätsprüfung und Belieferung des Patienten mit den verordneten Antiinfektiva

Im Rahmen unserer partnerschaftlichen Kooperationen zur BergApotheke und der BA. Herstellung erfolgt die Fertigung patientenindividueller Antiinfektiva-Lösungen in modernen Reinraumlaboren. Spezialisierte Apotheker stehen für Fragen zu Dosierungen, Haltbarkeiten, Kompatibilitäten sowie Verträglichkeit der Antiinfektiva zur Verfügung.

Standardisiertes Monitoring und Dokumentation der Therapieverlaufskontrollen

Das Monitoring erfolgt in regelmäßigen wöchentlichen Visiten bei den Patienten zu Hause. Verbandswechsel sowie Besonderheiten der Therapie werden hier dokumentiert. Bei Nebenwirkungen, Auffälligkeiten wie Unverträglichkeiten oder Allergien informiert der pflegerische Außendienst umgehend den behandelnden Arzt.

Essenzielle interdisziplinäre Zusammenarbeit

Voraussetzung einer erfolgreichen „APAT Patient Journey“ ist eine interprofessionelle Zusammenarbeit. Das bedeutet, Ärzte stehen nicht nur mit Patienten/ Angehörigen, sondern auch mit einem Homecare-Unternehmen und der herstellenden Apotheke im verbindlichen Austausch.

Unsere Patientenmanager arbeiten nach den Vorgaben aktueller Pflegestandards. Sie kommunizieren und monitoren im engen Austausch mit Patienten/ Angehörigen sowie der gewünschten Lieferapotheke und begleiten Patienten zu Beginn der Therapie.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der APAT

Die ambulante parenterale Antiinfektivatherapie ist in zahlreichen klinischen Situationen indiziert und kann individuell auf Patienten zugeschnitten werden. Typische Indikationen sind zum Beispiel:

  • Patienten mit Mukoviszidose, Wundinfektionen und tiefliegenden Abszessen
  • Knochen- und Gelenkinfektionen
  • Infektionen des Herz- und Gefäßsystems, einschließlich infektiöser Endokarditiden
  • Infektionen des Respirationstrakts aber auch bei Prothesen- und Fremdkörperinfektionen
  • ZNS-Infektionen (z.B. Neuroborreliose, Neurosyphilis)
  • Infektionen mit schwierig zu behandelnden und/oder resistenten Erregern wie beispielsweise bei einer multiresistenten Tuberkulose
  • schwere Infektionen bei Patienten mit Immunsuppressiva

S1 Leitlinie APAT

In Deutschland gewinnt die APAT zunehmend an Bedeutung, aufgrund der angestrebten Ambulantisierung. Der Innovationsausschuss des G-BA bewertet die APAT 2024 in seinem Ergebnisbericht als sichere und zukunftsweisende Versorgungsform. Die sektorenübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit vernetzt Patienten mit Klinikärzten, Hausärzten, Apothekern und Homecare-Versorgern. Die aktuelle S1 Leitlinie unterstützt Ärzte, geeignete Patienten zu identifizieren und die ambulante Versorgung zu initiieren (1,2).

(1) Stegemann M, Leisse C, Trost U, et al. S1-Leitlinie Ambulante parenterale Antiinfektiva Therapie (APAT) – Version 1.2, 09.07.2024.

(2) Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie: DGI fordert die rasche Einleitung von Schritten zur Etablierung der ambulanten parenteralen Therapie mit Antiinfektiva (APAT) in Deutschland, 09.11.2023.

Unsere Kernkompetenz

Unsere ambulanten APAT-Dienstleistungen bieten Ärzten und Patienten eine umfassende Versorgung aus einer Hand. Mit über 20 Jahren Erfahrung als „i.v.-Therapie-Spezialist“ verfügen wir über ein breites Wissensspektrum in der ambulanten Patientenversorgung. Unsere examinierten Patientenmanager sind in interdisziplinären Teams in der definierten Regionen Deutschlands schnell erreichbar, um eine patientenzentrierte Betreuung zu gewährleisten.

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der BA.Unternehmensgruppe und der BergApotheke:

  • Individuallösungen verschiedener Antiinfektiva, hergestellt nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsauflagen in Reinraumlaboren
  • sicherer Transport in eigenen Kühlfahrzeugen mit aktiver Kühlung

Das Team der BA.Unternehmensgruppe bietet eine 24/7- Rufbereitschaft sowie feste Ansprechpartner vor Ort. Wöchentliche Visiten mit Therapieverlaufskontrollen, inklusive Dokumentation, Verbandswechsel und Rückmeldungen an den behandelnden Arzt werden durch unser verantwortungsbewusstes Team der Patientenmanager umgesetzt.

FAQ

In welche Pumpe werden die Antiinfektiva abgefüllt?

Für die Kurzzeitinfusion werden Elastomerpumpen verschiedener Hersteller verwendet. Es stehen Pumpen mit nominalen Füllvolumina von 50, 100, 250, 400 und 500 ml und nominalen Infusionsdauern von 0,5; 1; 1,5; 2; 2,5 und 4 Stunden zur Verfügung. Bei Unter- oder Überfüllung der Elastomerpumpen verkürzen oder verlängern sich die Infusionsdauern. Auch die Viskosität der enthaltenen Lösung bzw. die
Wirkstoffkonzentration und die Temperatur beeinflussen die Infusionsdauer.

Wer übernimmt den Verbandswechsel bei den Kathetern?

Unsere examinierten Pflegefachkräfte besuchen die Patienten 1x wöchentlich und führen den Verbandswechsel durch. Eine Rufbereitschaft der Pflegefachkräfte steht 24/7 zur Verfügung.

Kommen Pflegedienste für den An- und Abschluss zu den Patienten?

Im Bereich der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie übernimmt der Patient oder Angehörige die Aufgabe des An- und Abschlusses eigenständig, sodass ein externer Pflegedienst nicht eingesetzt werden muss, aber bei Bedarf eingesetzt werden kann.

Mehr erfahren

Sie möchten eine ambulante Antiinfektiva-Therapie verordnen oder sich beraten lassen?

Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen – unser Team hilft gerne weiter.