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Karriere bei der BA.

Ambulante (parenterale) Ernährungstherapie

Die ambulante Ernährungstherapie ist ein strukturierter Behandlungsansatz zur Prävention, Behandlung oder Linderung ernährungsbedingter Erkrankungen. Sie wird in der Regel von Ärzten in Zusammenarbeit mit qualifizierten Ernährungsfachkräften durchgeführt und bildet einen zentraler Bestandteil bei der Behandlung einer krankheitsassoziierten Mangelernährung (KAM). Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die persönliche, individuelle Beratung (nach dem G-NCP) durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft, die im häuslichen Umfeld von Patienten stattfindet.

Vorteile einer ambulanten Ernährungstherapie

  • Frühzeitige bedarfsgerechte Anpassung des Energie- und Nährstoffbedarfs bei akuten chronischen sowie malignen Erkrankungen
  • Therapiesicherheit und Verbesserung des Patientenoutcomes nach Leitlinien zur Verringerung von Komplikationen (ungeplante Krankenhausaufenthalte)
  • Verbesserte Lebensqualität
  • Patient verbleibt im häuslichen Umfeld (Häuslichkeit)

Der Erhalt bzw. Aufbau von Muskelmasse wirkt sich positiv auf die körperliche und psychische Belastbarkeit der Patienten während ihrer medizinischen Ernährungstherapie aus: Patienten werden diesbezüglich stabiler und leistungsfähiger. Der Ernährungszustand ist somit entscheidend für die Rekonvaleszenz und Therapieverträglichkeit.

Richtwerte beachten aktuelle Leitlinien, wie z. B. die der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Die parenterale Ernährungstherapie (PE), eine intravenös verabreichte Ernährungsform, wird verordnet, wenn eine orale oder enterale Ernährung nicht bzw. nicht bedarfsdeckend möglich ist. Die identifizierte Diät- bzw. Ernährungstherapie durch enterale oder parenterale Formen kann dazu beitragen, Lebensqualität zu erhöhen, Krankheitsverlauf zu verbessern und Folgekomplikationen zu reduzieren.

Warum eine Ernährungstherapie zu Hause wichtig ist

Rund 30 % aller Patienten in Industrieländern sind von einer KAM betroffen. Aufgrund des demografischen Wandels wird von einer steigenden Prävalenz ausgegangen. Eine frühzeitige Ernährungstherapie kann aufgrund eines verbesserten Therapie-Outcomes Komplikationen verringern, die Krankheitsprogression verlangsamen und Therapien sichern. Leitlinien und Studien empfehlen mittlerweile ein regelmäßiges Screening und betrachten die Ernährungstherapie als wesentlichen Bestandteil der individuellen Behandlung, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zur Entlastung der Krankenhäuser beiträgt (1,2).

(1)  Arends J, Bertz H, Bischoff SC, et al. S3-Leitline der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.(DGEM) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V.(DGHO), der Arbeitsgemeinschaft „Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin “der Deutschen Krebsgesellschaft (ASORS) und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung (AKE). Aktuelle Ernährungsmedizin. 2015; 40(05): e1-e74. doi:10.1055/s-0035-1552741

(2) Schuetz P, Fehr R, Baechli V, et al. Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. Lancet. 2019;393(10188):2312-2321. doi:10.1016/S0140-6736(18)32776-4

Lückenlose Überleitung der Patienten von stationär zu ambulant

Die BA. übernimmt nach ärztlicher Absprache die gesamten organisatorischen Maßnahmen:

Qualifizierte Ernährungsberatungen

im persönlichen häuslichen Umfeld durch akademisierte Ernährungsfachkräfte (Ernährungsanamnese) + Ermittlung der Körperzusammensetzung mittels BIA Messung (bioelektrische Impedanzanalyse)

Erstellung von bedarfs- und leitlinienorientierten Ernährungsregimen

unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit (ggf. durch Absicherung über CareSolution) sowie Dokumentation und Monitoring

Rezeptmanagement

Herstellerunabhängige- und Individualversorgung / Compounding

Neben einer standardisierten parenteralen Ernährungstherapie (Fertigbeutel) bieten wir durch die Möglichkeit einer individuell verordeneten Arzneimittelherstellung auch eine personalisierte Ernährungstherapie, insbesondere für Patienten, die im Rahmen der Standardtherapie nicht ausreichend versorgt werden.

Während Standardprodukte bei Raumtemperatur gelagert werden können, sind Compounding-Produkte – hierbei wird eine auf die individuellen Energie- und Nährstoffbedürfnisse des Patienten abgestimmte Ernährungslösung hergestellt – kühlpflichtig und 21 Tage haltbar.

  • Wöchentlich pflegerische Monitorings durch examinierten Patientenmanager vor Ort (Portnadelwechsel)
  • Lieferung an den Patienten nach individueller Absprache
  • Schulung und Empowerment durch Patientenmanager
  • Organisation und Einbindung eines Pflegedienstes
  • 24/7 Rufbereitschaft

Indikation für eine ambulante Ernährungstherapie

Patienten mit einem Karzinom im HNO- oder Gastrointestinalbereich sind besonders gefährdet, eine krankheitsassoziierte Mangelernährung (KAM) zu entwickeln. Der Tumor selbst oder die medikamentöse bzw. Radiotherapie können Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Durchfall verursachen, wodurch es zu einem ungewollten Gewichtsverlust kommen kann.

Neben allen gastroenterologischen Tumoren können auch andere hämatoonkologische Entitäten von einer personalisierten Ernährungstherapie profitieren.

Weitere Indikationen einer ambulanten Ernährungstherapie sind chirurgische Eingriffe. Ursächlich sind hier häufig Diarrhöen sowie postoperative Komplikationen nach Eingriffen am Gastrointestinaltrakt (z. B. Gastrektomie, Pankreasresektion, Darmteilresektionen oder Stomaanlagen).

Auch für Kinder und Neugeborene mit angeborenem oder erworbenem Kurzdarmsyndrom ist eine frühzeitige personalisierte Ernährungstherapie erforderlich, um Komplikationen zu verringern und die Lebensqualität zu steigern.

Chronisch nierenkranke Dialysepatienten können während der Dialysetherapie eine intradialytische Ernährungstherapie erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel IDPE.

Weitere Informationen: Espen Key Facts Krankheitsbedingte Mangelernährung

Ambulante Therapieformen

Enterale Therapieform

Bei einer enteralen Ernährungstherapie erfolgt die Zufuhr der Sondenkost entweder als Boli oder kontinuierlich über eine Pumpe oder per Schwerkraft in den Magen-Darm-Trakt.
Sie findet Anwendung bei Patienten mit Tumorerkrankungen, insbesondere im Kopf-, Hals- oder Speiseröhrenbereich, sowie bei erhöhtem Nährstoffbedarf.

Parenterale Therapieform

Ist eine parenterale Ernährungstherapie indiziert, erfolgt die Infusion über einen intravenösen Zugang (in der Regel Port, Hickman-/Broviac-Katheter oder PICC-Line) mittels Infusionspumpe.
Hierbei achten wir auf höchste Hygienestandards. Bei der parenteralen Ernährungstherapie über den Portkatheter wechseln Patientenmanager wöchentlich die Portnadel gemäß aktueller RKI-Richtlinien.
Die Versorgung mit dem An- und Abschluss erfolgt mit Unterstützung des Patienten oder der Angehörigen sowie durch regelmäßige Visiten eines geschulten Pflegedienstes im häuslichen Umfeld – sicher und qualitätsbasiert.
Für alle Ernährungsformen (oral, enteral, parenteral) bieten wir zudem fachliche Schulungen zur Förderung der Compliance im Rahmen der ambulanten Ernährungstherapie an.

Ernährungsschulungen der BA.Akademie

Diagnosestellung nach aktueller S3 Leitlinie 2026

Sie screenen – wir unterstützen bei der Diagnosestellung nach GLIM Diagnosekriterien.

Weitere Informationen: Espen Key Facts GLIM, S3-Leitlinie

Eine KAM bleibt ohne ein aktives, systematisches Screening häufig unbemerkt. Mangelernährte Patienten haben ein höheres Risiko für Infektionen, verzögerte Wundheilung, Therapieabbrüche und längere Krankenhausaufenthalte.

Geeignete Tools sind zum Beispiel das Subjective-Global-Assessment (SGA) oder der „Patient-Generated- Subjective Global Assessment“ (PGSGA)- Fragebogen. Bei auffälligen Befunden wird ein Ernährungs-Assessment auf Wunsch des Verordners/ Arztes initiiert, welches die Durchführung und Auswertung klinischer und ernährungsmedizinischer Untersuchungen (BIA, Handkraft, Ernährungsprotokoll) beinhaltet.

Prozessgeleitete Ernährungstherapie (G-NCP) und Versorgung nach aktueller S3 Leitlinie 2026

Kliniken und Praxen verfügen selten über eigene Ernährungsteams bzw. EFKs. Unser Team, akademisierte EFKs garantieren eine standardisierte, professionelle, ernährungstherapeutische Versorgung im häuslichen Umfeld. Der individuelle Bedarf wird von unserem EFK-Team nach dem qualitätsbasierten Modell des „German Nutrition Care Process“ (G-NCP) ermittelt. Die Produktempfehlung ist stets bedarfs- und leitlinienorientiert. Unsere qualifizierten Mitarbeiter gewährleisten ein umfassend dokumentiertes Monitoring, schulen externe Pflegedienste und unterstützen bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst, damit Patienten auch im ambulanten Setting sicher versorgt werden.

Unsere Kernkompetenzen

Unsere Kunden, Ärzte und Patienten profitieren von unserer langjährigen und umfassenden Expertise sowie unserem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Wir bieten eine hochqualitativ und leitlinienorientierte Versorgung: von der Beratung und Koordination über die Herstellung und Lieferung bis hin zum Monitoring. Dadurch gewährleisten wir eine transparente „Patient Journey“ und eine zuverlässige und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Akteuren, um Therapien zu sichern und Lebensqualität zu steigern.

FAQ

Was kostet die Ernährungsberatung?

Die Kosten für die Ernährungsberatung werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel teilweise oder sogar vollständig übernommen.

Die Ernährungsberatung wird bedarfsgerecht konzipiert und leitliniengetreu durchgeführt und kann Ihnen helfen, schwierige Phasen der Therapie besser zu bewältigen.

Wenn Sie unsere Beratung in Anspruch nehmen möchten, kümmern wir uns gemeinsam mit Ihnen um die notwendigen Formalitäten. Ihr Arzt stellt dafür eine formlose ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung aus, welche bei Ihrer KK eingereicht wird. Wie viel Ihre Krankenkasse erstattet, kann in einem Vorgespräch geklärt werden.

Das Vorgespräch ist für Sie unverbindlich und kostenlos.

Jetzt Kontakt aufnehmen und beraten lassen

Unser Team hilft Ihnen gerne bei allen Fragen rund um die ambulante Ernährungstherapie.