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Archiv: Produkte & Services

Ambulante Ernährungstherapie (orale/ enterale/ parenterale Ernährung)

Ambulante (parenterale) Ernährungstherapie

Die ambulante Ernährungstherapie ist ein strukturierter Behandlungsansatz zur Prävention, Behandlung oder Linderung ernährungsbedingter Erkrankungen. Sie wird in der Regel von Ärzten in Zusammenarbeit mit qualifizierten Ernährungsfachkräften durchgeführt und bildet einen zentraler Bestandteil bei der Behandlung einer krankheitsassoziierten Mangelernährung (KAM). Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die persönliche, individuelle Beratung (nach dem G-NCP) durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft, die im häuslichen Umfeld von Patienten stattfindet.

Vorteile einer ambulanten Ernährungstherapie

  • Frühzeitige bedarfsgerechte Anpassung des Energie- und Nährstoffbedarfs bei akuten chronischen sowie malignen Erkrankungen
  • Therapiesicherheit und Verbesserung des Patientenoutcomes nach Leitlinien zur Verringerung von Komplikationen (ungeplante Krankenhausaufenthalte)
  • Verbesserte Lebensqualität
  • Patient verbleibt im häuslichen Umfeld (Häuslichkeit)

Der Erhalt bzw. Aufbau von Muskelmasse wirkt sich positiv auf die körperliche und psychische Belastbarkeit der Patienten während ihrer medizinischen Ernährungstherapie aus: Patienten werden diesbezüglich stabiler und leistungsfähiger. Der Ernährungszustand ist somit entscheidend für die Rekonvaleszenz und Therapieverträglichkeit.

Richtwerte beachten aktuelle Leitlinien, wie z. B. die der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Die parenterale Ernährungstherapie (PE), eine intravenös verabreichte Ernährungsform, wird verordnet, wenn eine orale oder enterale Ernährung nicht bzw. nicht bedarfsdeckend möglich ist. Die identifizierte Diät- bzw. Ernährungstherapie durch enterale oder parenterale Formen kann dazu beitragen, Lebensqualität zu erhöhen, Krankheitsverlauf zu verbessern und Folgekomplikationen zu reduzieren.

Warum eine Ernährungstherapie zu Hause wichtig ist

Rund 30 % aller Patienten in Industrieländern sind von einer KAM betroffen. Aufgrund des demografischen Wandels wird von einer steigenden Prävalenz ausgegangen. Eine frühzeitige Ernährungstherapie kann aufgrund eines verbesserten Therapie-Outcomes Komplikationen verringern, die Krankheitsprogression verlangsamen und Therapien sichern. Leitlinien und Studien empfehlen mittlerweile ein regelmäßiges Screening und betrachten die Ernährungstherapie als wesentlichen Bestandteil der individuellen Behandlung, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität und zur Entlastung der Krankenhäuser beiträgt (1,2).

(1)  Arends J, Bertz H, Bischoff SC, et al. S3-Leitline der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.(DGEM) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V.(DGHO), der Arbeitsgemeinschaft „Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin “der Deutschen Krebsgesellschaft (ASORS) und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung (AKE). Aktuelle Ernährungsmedizin. 2015; 40(05): e1-e74. doi:10.1055/s-0035-1552741

(2) Schuetz P, Fehr R, Baechli V, et al. Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. Lancet. 2019;393(10188):2312-2321. doi:10.1016/S0140-6736(18)32776-4

Lückenlose Überleitung der Patienten von stationär zu ambulant

Die BA. übernimmt nach ärztlicher Absprache die gesamten organisatorischen Maßnahmen:

Qualifizierte Ernährungsberatungen

im persönlichen häuslichen Umfeld durch akademisierte Ernährungsfachkräfte (Ernährungsanamnese) + Ermittlung der Körperzusammensetzung mittels BIA Messung (bioelektrische Impedanzanalyse)

Erstellung von bedarfs- und leitlinienorientierten Ernährungsregimen

unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit (ggf. durch Absicherung über CareSolution) sowie Dokumentation und Monitoring

Rezeptmanagement

Herstellerunabhängige- und Individualversorgung / Compounding

Neben einer standardisierten parenteralen Ernährungstherapie (Fertigbeutel) bieten wir durch die Möglichkeit einer individuell verordeneten Arzneimittelherstellung auch eine personalisierte Ernährungstherapie, insbesondere für Patienten, die im Rahmen der Standardtherapie nicht ausreichend versorgt werden.

Während Standardprodukte bei Raumtemperatur gelagert werden können, sind Compounding-Produkte – hierbei wird eine auf die individuellen Energie- und Nährstoffbedürfnisse des Patienten abgestimmte Ernährungslösung hergestellt – kühlpflichtig und 21 Tage haltbar.

  • Wöchentlich pflegerische Monitorings durch examinierten Patientenmanager vor Ort (Portnadelwechsel)
  • Lieferung an den Patienten nach individueller Absprache
  • Schulung und Empowerment durch Patientenmanager
  • Organisation und Einbindung eines Pflegedienstes
  • 24/7 Rufbereitschaft

Indikation für eine ambulante Ernährungstherapie

Patienten mit einem Karzinom im HNO- oder Gastrointestinalbereich sind besonders gefährdet, eine krankheitsassoziierte Mangelernährung (KAM) zu entwickeln. Der Tumor selbst oder die medikamentöse bzw. Radiotherapie können Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Durchfall verursachen, wodurch es zu einem ungewollten Gewichtsverlust kommen kann.

Neben allen gastroenterologischen Tumoren können auch andere hämatoonkologische Entitäten von einer personalisierten Ernährungstherapie profitieren.

Weitere Indikationen einer ambulanten Ernährungstherapie sind chirurgische Eingriffe. Ursächlich sind hier häufig Diarrhöen sowie postoperative Komplikationen nach Eingriffen am Gastrointestinaltrakt (z. B. Gastrektomie, Pankreasresektion, Darmteilresektionen oder Stomaanlagen).

Auch für Kinder und Neugeborene mit angeborenem oder erworbenem Kurzdarmsyndrom ist eine frühzeitige personalisierte Ernährungstherapie erforderlich, um Komplikationen zu verringern und die Lebensqualität zu steigern.

Chronisch nierenkranke Dialysepatienten können während der Dialysetherapie eine intradialytische Ernährungstherapie erhalten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel IDPE.

Weitere Informationen: Espen Key Facts Krankheitsbedingte Mangelernährung

Ambulante Therapieformen

Enterale Therapieform

Bei einer enteralen Ernährungstherapie erfolgt die Zufuhr der Sondenkost entweder als Boli oder kontinuierlich über eine Pumpe oder per Schwerkraft in den Magen-Darm-Trakt.
Sie findet Anwendung bei Patienten mit Tumorerkrankungen, insbesondere im Kopf-, Hals- oder Speiseröhrenbereich, sowie bei erhöhtem Nährstoffbedarf.

Parenterale Therapieform

Ist eine parenterale Ernährungstherapie indiziert, erfolgt die Infusion über einen intravenösen Zugang (in der Regel Port, Hickman-/Broviac-Katheter oder PICC-Line) mittels Infusionspumpe.
Hierbei achten wir auf höchste Hygienestandards. Bei der parenteralen Ernährungstherapie über den Portkatheter wechseln Patientenmanager wöchentlich die Portnadel gemäß aktueller RKI-Richtlinien.
Die Versorgung mit dem An- und Abschluss erfolgt mit Unterstützung des Patienten oder der Angehörigen sowie durch regelmäßige Visiten eines geschulten Pflegedienstes im häuslichen Umfeld – sicher und qualitätsbasiert.
Für alle Ernährungsformen (oral, enteral, parenteral) bieten wir zudem fachliche Schulungen zur Förderung der Compliance im Rahmen der ambulanten Ernährungstherapie an.

Ernährungsschulungen der BA.Akademie

Diagnosestellung nach aktueller S3 Leitlinie 2026

Sie screenen – wir unterstützen bei der Diagnosestellung nach GLIM Diagnosekriterien.

Weitere Informationen: Espen Key Facts GLIM, S3-Leitlinie

Eine KAM bleibt ohne ein aktives, systematisches Screening häufig unbemerkt. Mangelernährte Patienten haben ein höheres Risiko für Infektionen, verzögerte Wundheilung, Therapieabbrüche und längere Krankenhausaufenthalte.

Geeignete Tools sind zum Beispiel das Subjective-Global-Assessment (SGA) oder der „Patient-Generated- Subjective Global Assessment“ (PGSGA)- Fragebogen. Bei auffälligen Befunden wird ein Ernährungs-Assessment auf Wunsch des Verordners/ Arztes initiiert, welches die Durchführung und Auswertung klinischer und ernährungsmedizinischer Untersuchungen (BIA, Handkraft, Ernährungsprotokoll) beinhaltet.

Prozessgeleitete Ernährungstherapie (G-NCP) und Versorgung nach aktueller S3 Leitlinie 2026

Kliniken und Praxen verfügen selten über eigene Ernährungsteams bzw. EFKs. Unser Team, akademisierte EFKs garantieren eine standardisierte, professionelle, ernährungstherapeutische Versorgung im häuslichen Umfeld. Der individuelle Bedarf wird von unserem EFK-Team nach dem qualitätsbasierten Modell des „German Nutrition Care Process“ (G-NCP) ermittelt. Die Produktempfehlung ist stets bedarfs- und leitlinienorientiert. Unsere qualifizierten Mitarbeiter gewährleisten ein umfassend dokumentiertes Monitoring, schulen externe Pflegedienste und unterstützen bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst, damit Patienten auch im ambulanten Setting sicher versorgt werden.

Unsere Kernkompetenzen

Unsere Kunden, Ärzte und Patienten profitieren von unserer langjährigen und umfassenden Expertise sowie unserem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit. Wir bieten eine hochqualitativ und leitlinienorientierte Versorgung: von der Beratung und Koordination über die Herstellung und Lieferung bis hin zum Monitoring. Dadurch gewährleisten wir eine transparente „Patient Journey“ und eine zuverlässige und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Akteuren, um Therapien zu sichern und Lebensqualität zu steigern.

FAQ

  • Was kostet die Ernährungsberatung?

    Die Kosten für die Ernährungsberatung werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel teilweise oder sogar vollständig übernommen.

    Die Ernährungsberatung wird bedarfsgerecht konzipiert und leitliniengetreu durchgeführt und kann Ihnen helfen, schwierige Phasen der Therapie besser zu bewältigen.

    Wenn Sie unsere Beratung in Anspruch nehmen möchten, kümmern wir uns gemeinsam mit Ihnen um die notwendigen Formalitäten. Ihr Arzt stellt dafür eine formlose ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung aus, welche bei Ihrer KK eingereicht wird. Wie viel Ihre Krankenkasse erstattet, kann in einem Vorgespräch geklärt werden.

    Das Vorgespräch ist für Sie unverbindlich und kostenlos.

  • Wie ist der allgemeine Ablauf einer ambulanten Ernährungstherapie?

  • Wie wird eine parenterale Ernährungslösung zubereitet und angehangen?

Jetzt Kontakt aufnehmen und beraten lassen

Unser Team hilft Ihnen gerne bei allen Fragen rund um die ambulante Ernährungstherapie.

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Ambulante parenterale Antiinfektiva-Therapie (APAT)

Ambulante parenterale Antiinfektiva-Therapie (APAT)

Bei der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT) werden hochwirksame Antiinfektiva über einen venösen Zugang im ambulanten Umfeld verabreicht, um Patienten mit Infektionen eine Therapie außerhalb des stationären Settings zu ermöglichen. Diese moderne Form der Behandlung bietet ausgewählten Patienten im häuslichen Umfeld eine flexible und patientenorientierte Versorgungsoption.

Welche Vorteile bieten sich für Kliniken

  • Kostenreduktion durch die Verkürzungen der stationären Verweildauer
  • Effektive Nutzung von Krankenhauskapazitäten
  • Reduktion des Risikos einer nosokomialen Infektion
  • Gesteigerte Lebensqualität und Autonomie der Patienten

In Zusammenarbeit mit der APAT-Ambulanz der Uniklinik Münster, konnten wir messbare Ergebnisse hinsichtlich kürzerer Krankenhaustage und verringerter Komplikationsrisiken zeigen (Veröffentlichung work in progress). Im aktuellen Patienten-Interview der Uniklinik Münster wird die moderne Behandlung aus Sicht eines betroffenen, von der BA. versorgten Patienten sehr positiv beschrieben. (Artikel WN: Forschen und Heilen, 12.06.2025).

Die APAT ermöglicht es Patienten mit schweren Infektionen in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und dabei eine hochwertige Versorgung zu erhalten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit sind sie in der Lage, die Therapie selbständig zu Hause fortzuführen. Konkret bedeutet dies für Patienten: Erhalt des sozialen Umfelds, weniger psychische Belastung, hohe Regenerationszeit sowie berufliche und familiäre Integration.

Lückenlose Überleitung der Patienten von stationär zu ambulant

Die BA. übernimmt die gesamten organisatorischen Maßnahmen:

Rezeptmanagement

Die Erst-Rezeptierung erfolgt in der Regel via Entlassmanagement, während Folgeverordnungen im ambulanten Sektor ausgestellt werden, beispielsweise durch die Klinikambulanz.

Pflegerische Maßnahmen

Die Schulung im Umgang mit Infusionssystemen erfolgt durch eigene examinierte Pflegekräfte unter Berücksichtigung des aktuellen Hygienestandards.

Produktion, Stabilitätsprüfung und Belieferung des Patienten mit den verordneten Antiinfektiva

Im Rahmen unserer partnerschaftlichen Kooperationen zur BergApotheke und der BA. Herstellung erfolgt die Fertigung patientenindividueller Antiinfektiva-Lösungen in modernen Reinraumlaboren. Spezialisierte Apotheker stehen für Fragen zu Dosierungen, Haltbarkeiten, Kompatibilitäten sowie Verträglichkeit der Antiinfektiva zur Verfügung.

Standardisiertes Monitoring und Dokumentation der Therapieverlaufskontrollen

Das Monitoring erfolgt in regelmäßigen wöchentlichen Visiten bei den Patienten zu Hause. Verbandswechsel sowie Besonderheiten der Therapie werden hier dokumentiert. Bei Nebenwirkungen, Auffälligkeiten wie Unverträglichkeiten oder Allergien informiert der pflegerische Außendienst umgehend den behandelnden Arzt.

Essenzielle interdisziplinäre Zusammenarbeit

Voraussetzung einer erfolgreichen „APAT Patient Journey“ ist eine interprofessionelle Zusammenarbeit. Das bedeutet, Ärzte stehen nicht nur mit Patienten/ Angehörigen, sondern auch mit einem Homecare-Unternehmen und der herstellenden Apotheke im verbindlichen Austausch.

Unsere Patientenmanager arbeiten nach den Vorgaben aktueller Pflegestandards. Sie kommunizieren und monitoren im engen Austausch mit Patienten/ Angehörigen sowie der gewünschten Lieferapotheke und begleiten Patienten zu Beginn der Therapie.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der APAT

Die ambulante parenterale Antiinfektivatherapie ist in zahlreichen klinischen Situationen indiziert und kann individuell auf Patienten zugeschnitten werden. Typische Indikationen sind zum Beispiel:

  • Patienten mit Mukoviszidose, Wundinfektionen und tiefliegenden Abszessen
  • Knochen- und Gelenkinfektionen
  • Infektionen des Herz- und Gefäßsystems, einschließlich infektiöser Endokarditiden
  • Infektionen des Respirationstrakts aber auch bei Prothesen- und Fremdkörperinfektionen
  • ZNS-Infektionen (z.B. Neuroborreliose, Neurosyphilis)
  • Infektionen mit schwierig zu behandelnden und/oder resistenten Erregern wie beispielsweise bei einer multiresistenten Tuberkulose
  • schwere Infektionen bei Patienten mit Immunsuppressiva

S1 Leitlinie APAT

In Deutschland gewinnt die APAT zunehmend an Bedeutung, aufgrund der angestrebten Ambulantisierung. Der Innovationsausschuss des G-BA bewertet die APAT 2024 in seinem Ergebnisbericht als sichere und zukunftsweisende Versorgungsform. Die sektorenübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit vernetzt Patienten mit Klinikärzten, Hausärzten, Apothekern und Homecare-Versorgern. Die aktuelle S1 Leitlinie unterstützt Ärzte, geeignete Patienten zu identifizieren und die ambulante Versorgung zu initiieren (1,2).

(1) Stegemann M, Leisse C, Trost U, et al. S1-Leitlinie Ambulante parenterale Antiinfektiva Therapie (APAT) – Version 1.2, 09.07.2024.

(2) Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie: DGI fordert die rasche Einleitung von Schritten zur Etablierung der ambulanten parenteralen Therapie mit Antiinfektiva (APAT) in Deutschland, 09.11.2023.

Unsere Kernkompetenz

Unsere ambulanten APAT-Dienstleistungen bieten Ärzten und Patienten eine umfassende Versorgung aus einer Hand. Mit über 20 Jahren Erfahrung als „i.v.-Therapie-Spezialist“ verfügen wir über ein breites Wissensspektrum in der ambulanten Patientenversorgung. Unsere examinierten Patientenmanager sind in interdisziplinären Teams in der definierten Regionen Deutschlands schnell erreichbar, um eine patientenzentrierte Betreuung zu gewährleisten.

Wir bieten in Zusammenarbeit mit der BA.Unternehmensgruppe und der BergApotheke:

  • Individuallösungen verschiedener Antiinfektiva, hergestellt nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsauflagen in Reinraumlaboren
  • sicherer Transport in eigenen Kühlfahrzeugen mit aktiver Kühlung

Das Team der BA.Unternehmensgruppe bietet eine 24/7- Rufbereitschaft sowie feste Ansprechpartner vor Ort. Wöchentliche Visiten mit Therapieverlaufskontrollen, inklusive Dokumentation, Verbandswechsel und Rückmeldungen an den behandelnden Arzt werden durch unser verantwortungsbewusstes Team der Patientenmanager umgesetzt.

FAQ

  • Wie ist der allgemeine Ablauf einer APAT?

  • Welchen intravenösen Zugang benötigt Patient für eine APAT?

  • In welche Pumpe werden die Antiinfektiva abgefüllt?

    Für die Kurzzeitinfusion werden Elastomerpumpen verschiedener Hersteller verwendet. Es stehen Pumpen mit nominalen Füllvolumina von 50, 100, 250, 400 und 500 ml und nominalen Infusionsdauern von 0,5; 1; 1,5; 2; 2,5 und 4 Stunden zur Verfügung. Bei Unter- oder Überfüllung der Elastomerpumpen verkürzen oder verlängern sich die Infusionsdauern. Auch die Viskosität der enthaltenen Lösung bzw. die
    Wirkstoffkonzentration und die Temperatur beeinflussen die Infusionsdauer.

  • Wer übernimmt den Verbandswechsel bei den Kathetern?

    Unsere examinierten Pflegefachkräfte besuchen die Patienten 1x wöchentlich und führen den Verbandswechsel durch, Hotline noch erwähnen und ggf. Einsatz eines Pflegedienstes.

  • Kommen Pflegedienste für den An- und Abschluss zu den Patienten?

    Im Bereich der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie übernimmt der Patient oder Angehörige die Aufgabe des An- und Abschlusses eigenständig, sodass ein externer Pflegedienst nicht eingesetzt werden muss.

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Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen – unser Team hilft gerne weiter.

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Intradialytische parenterale Ernährung

Intradialytische parenterale Ernährung

Die intradialytische parenterale Ernährung (IDPE) ist eine intravenöse Maßnahme für die Zufuhr von Makro- und Mikronährstoffen während der Hämodialyse-Behandlung. Sie dient der Behandlung krankheitsassoziierter Mangelernährung, insbesondere wenn orale oder enterale Ernährungsmaßnahmen unzureichend oder kontraindiziert sind. Durch die parallele Applikation während der Dialyse kann die anabole Stoffwechsellage unterstützt, katabolen Prozessen entgegengewirkt und der Ernährungsstatus nachhaltig verbessert werden.

Ziel der intradialytischen parenteralen Ernährung (IDPE): Mehr Lebensqualität durch einen besseren Ernährungsstatus

Vorrangig trägt die IDPE dazu bei, bestehende Energie- und Nährstoffdefizite der Patienten effizient zu behandeln. Hierdurch soll einer weiteren Verschlechterung des Ernährungsstatus entgegengewirkt bzw. eine bereits bestehende Mangelernährung effektiv therapiert werden. Eine Verbesserung des Ernährungsstatus geht häufig mit einer steigenden Lebensqualität und einem gesicherten Therapieerfolg einher.

Die IDPE kann dazu beitragen, die Lebensqualität zu erhöhen, die Krankheitsprognose zu verbessern und Folgekomplikationen zu reduzieren.

Erhöhtes Risiko für Mangelernährung bei Hämodialyse-Patienten

Patienten mit Nierenversagen und Hämodialyse weisen ein besonders hohes Risiko für die Entwicklung einer krankheitsassoziierten Mangelernährung auf. Verschiedene Faktoren, u.a. krankheitsbedingte Inappetenz, chronische Inflammation und Bewegungsmangel, führen zu einer Katabolie. Daher sind auch Sarkopenie und Frailty häufige Komplikationen, bei denen eine IDPE eingesetzt werden kann.

Patientenrisiko und gesundheitsökonomische Belastung durch unzureichende Behandlung

Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten ist Mangelernährung bei Hämodialyse-Patienten weiterhin häufig verbreitet. Zu den Folgen einer Mangelernährung gehören erhöhte Morbidität, Mortalität und reduzierte Lebensqualität, woraus eine hohe gesundheitsökonomische Belastung resultiert. Die IDPE kann helfen, Therapiepausen zu verringern, wodurch eine bessere Kontinuität der Behandlung erzielt werden kann.

Personalisierte Ernährungstherapie in der Nephrologie gewinnt an Bedeutung

Die Relevanz einer personalisierten Ernährungstherapie hat in den letzten Jahren insgesamt sowie insbesondere in der Nephrologie zugenommen. Aktuelle Studien (1,2) belegen, dass sich die Effekte einer Ernährungsintervention zwischen bestimmten Patientengruppen unterscheiden. Daher gewinnt eine personalisierte Ernährungstherapie, die auch individuelle Aspekte berücksichtigt, zunehmend an Bedeutung. Die IDPE trägt zu dieser Individualisierung bei, da sie eine zusätzliche Therapieoption darstellt, die an individuelle Bedürfnisse angepasst werden kann.

(1) Schuetz P, Fehr R, Baechli V, et al. Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. Lancet. 2019;393(10188):2312-2321. doi:10.1016/S0140-6736(18)32776-4

(2) Bargetzi A, Emmenegger N, Wildisen S, et al. Admission kidney function is a strong predictor for the response to nutritional support in patients at nutritional risk. Clin Nutr. 2021;40(5):2762-2771. doi: 10.1016/j.clnu.2021.03.013

IDPE: Evidenzbasierte Empfehlungen und Produktinnovationen

Die Wirksamkeit einer IDPE konnte in den letzten Jahren durch neue Studien evidenzbasiert belegt werden. Daher sprechen aktuelle Leitlinien (3,4) mittlerweile klare Empfehlungen für den Einsatz einer IDPE in bestimmten Patientengruppen aus. Des Weiteren wurden in den letzten Jahren von Herstellern neue IDPE-spezifische Produkte entwickelt, welche die besonderen Bedürfnisse für diese Anwendung adressieren.

(3) Sabatino A, Fiaccadori E, Barazzoni R, et al. ESPEN practical guideline on clinical nutrition in hospitalized patients with acute or chronic kidney disease. Clin Nutr. 2024;43(9):2238-2254. doi: 10.1016/j.clnu.2024.08.002

(4) Ikizler TA, Burrowes JD, Byham-Gray LD, et al. KDOQI Clinical Practice Guideline for Nutrition in CKD: 2020 Update. Am J Kidney Dis. 2020;76(3 Suppl 1):S1-S107. doi: 10.1053/j.ajkd.2020.05.006

Eignung der intradialytischen parenteralen Ernährung für Hämodialyse-Patienten zur Behandlung einer Mangelernährung

Für die Durchführung einer IDPE sind nur wenige spezifische medizinische Voraussetzungen erforderlich. Voraussetzung für eine IDPE ist die klinische Stabilität des Patienten. Kontraindikationen bestehen nicht, jedoch sollte auf eine ausreichende metabolische Belastbarkeit geachtet werden. Unsere fachkundigen Patientenmanager stehen im engen Austausch mit der vom Patienten gewählten Lieferapotheke, um den Therapiestart und die kontinuierliche Fortführung der Therapie sicherzustellen. Vor der ersten Medikamentengabe prüfen diese die Kassette sorgfältig auf die Richtigkeit aller Angaben und bereiten die Pumpe durch Programmierung der im Therapieplan festgelegten Parameter und Füllung des Infusionsschlauches vor. Bei Portnadeln erfolgt der wöchentliche Wechsel unter streng hygienischen Bedingungen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Zur Entlastung der Patienten übernehmen die Patientenmanager bei Bedarf auch die Koordination der Hilfsmittelbeschaffung.

Effiziente Nährstoffzufuhr während der Dialyse durch Nutzung des bestehenden Zugangs

Während der Dialyse wird eine individuell angepasste Nährstofflösung – meist bestehend aus Aminosäuren, Glukose und Lipiden – verabreicht. Die Nutzung des bestehenden Zugangs erleichtert die Anwendung und ermöglicht eine sichere und effektive Energie- und Nährstoffzufuhr. Die Applikation der Nährstofflösung während der Dialysebehandlung erfolgt über den venösen Schenkel des Dialysators. Es wird somit kein separater Zugang für die Infusion der Ernährungslösung benötigt.

Allgemeiner Prozessablauf einer intradialytischen parenteralen Ernährung

Mit der Ausstellung einer ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung und der Zustimmung des Patienten darf eine Ernährungsfachkraft ein Ernährungsscreening und -assessment durchführen. Im Anamnese-Gespräch wird u.a. die Nährstoffdifferenz zwischen Energiebedarf und oraler Nahrungszufuhr ermittelt. Eine bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) komplettiert das Assessment. Anschließend wird die Beratungsdokumentation protokolliert und ein Regime für die IDPE berechnet. Der Regimevorschlag wird mit einer detaillierten Ernährungsdokumentation zum behandelnden Arzt gefaxt. Bei Bedarf muss eine Verordnung (Rezept) für die IDPE ausgestellt werden. Sollte eine individuelle Zusammensetzung der Ernährungslösung notwendig sein, ist vor Herstellungsbeginn ein vom Verordner unterzeichneter Therapieplan vorzulegen. Die Lieferung erfolgt wöchentlich und besteht i.d.R. aus drei Beuteln (bei drei Dialysetagen) und den benötigten Hilfsmitteln. Das Therapiemonitoring erfolgt regelmäßig und in Absprache mit dem Verordner.

Leitlinienbasierte Therapiebegleitung durch Ernährungsfachkräfte

Unsere Ernährungsteams führen eine leitlinienbasierte und prozessgeleitete Ernährungsberatung vor Ort durch. Diese beinhaltet:

  • ein Ernährungsscreening und -assessment
  • eine konsistente Beratungsdokumentation
  • eine individuelle Regimeberechnung (Empfehlung)
  • personalisierte Verlaufskontrollen in enger Zusammenarbeit mit dem Dialysepersonal

Individuelle Therapielösungen für Dialysepatienten mit der BA.

Mit über 20 Jahren Erfahrung als „i.v.-Therapie-Spezialist“ verfügen wir über ein breites Wissensspektrum in der ambulanten Patientenversorgung für Dialysezentren:

Die BA. Unternehmensgruppe bietet in Zusammenarbeit mit der BergApotheke auf Patienten zugeschnittene Individuallösungen an. In diesen Fällen wird eine IDPE in Form eines patientenindividuellen „Compounding“ appliziert. Hierbei wird eine auf die individuellen Energie- und Nährstoffbedürfnisse des Patienten abgestimmte Ernährungslösung hergestellt. Die Herstellung erfolgt nach GMP-Standards in den Reinraumlaboren der BA. Herstellung, die eine Herstellungserlaubnis nach §13 AMG hat. Die Auslieferung erfolgt mit eigenen Fahrern innerhalb weniger Stunden. Das Team der BA.Vertrieb stellt auf Anfrage ein spezialisiertes und erfahrenes akademisiertes Ernährungsteam sowie feste Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir spezifische Schulungen für Praxispersonal an.

FAQ

  • Machen 3x wöchentlich ein paar Kalorien wirklich einen Unterschied?

    Ja, durch die parallele Gabe während der Dialyse kann die Aufnahme von Energie- und Nährstoffen signifikant und effizient gesteigert werden. Hierdurch kann dem Abbau von Körpersubstanz entgegengewirkt werden, insbesondere Eiweiß und Muskelmasse.

  • Kommen für die Ernährungsberatung Kosten auf den Patienten zu?

    Die Kosten können je nach Beratung- und Therapieumfang variieren. Es können Teilkosten auf Anfrage bei einigen Krankenkassen übernommen werden.

  • Was ist mit Regressen/Wirtschaftlichkeitsüberprüfungen?

    Aufgrund der ausführlichen und leitliniengerechten Dokumentation unserer Ernährungsfachkräfte, kann die Notwendigkeit der Therapie (insbesondere der IDPE) medizinisch begründet werden.

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Ambulante i.v.-Therapien

Ambulante i.v.-Therapien

Unser Fokus liegt auf der sicheren Versorgung von Patienten zu Hause mit parenteraler Ernährung, Antiinfektivatherapie und weiteren Infusionstherapien durch ausgebildetes Fachpersonal.

  • Ambulante parenterale Antiinfektiva-Therapie (APAT)

    Bei der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT) werden hochwirksame Antiinfektiva über einen venösen Zugang im ambulanten Umfeld verabreicht, um Patienten mit schweren und längerdauernden Infektionen eine Therapie außerhalb des stationären Settings zu ermöglichen. Diese moderne Form der Behandlung bietet ausgewählten Patienten im häuslichen Umfeld, aber auch in Ambulanzen, Praxen oder Pflegeeinrichtungen eine flexible und patientenorientierte Versorgungsoption.

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  • Ambulante Ernährungstherapie (orale/ enterale/ parenterale Ernährung)

    Die ambulante Ernährungstherapie ist ein strukturierter Behandlungsansatz zur Prävention, Behandlung oder Linderung ernährungsbedingter Erkrankungen. Sie wird in der Regel von Ärzten in Zusammenarbeit mit qualifizierten Ernährungsfachkräften durchgeführt und ist ein zentraler Bestandteil bei der Behandlung einer krankheitsassoziierten Mangelernährung (KAM). Die KAM ist eine häufige und klinisch bedeutsame Sekundärerkrankung bei akuten, chronischen sowie malignen Erkrankungen.

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